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Reisebericht: 4600 km Namibia in 12 Tagen

Von Palmwag zu den Epupa Falls

Wir stehen früh auf und starten gegen 7 Uhr Richtung Epupa Falls. Kurz hinter Palmwag sehen wir die ersten Zebras in Namibia und sind schwer begeistert - leider etwas fern für ein gutes Foto.
Die Straße nach Opuwo ist teilweise recht schmal und der Schotter sehr grob. Wir erwarten freudig unsere nächste Reifenpanne - sie bleibt aber vorerst aus.
 
C43 zwischen Sesfontain und Opuwo. Gleichzusetzen mit einer Landesstraße in Deutschland.
C43 zwischen Sesfontain und Opuwo. Gleichzusetzen mit einer Landesstraße in Deutschland.
Und wieder endlose Weite...
Und wieder endlose Weite...
Termitenhügel, je nach vorherrschendem Boden in den verschiedensten Farben
Termitenhügel, je nach vorherrschendem Boden in den verschiedensten Farben
Wir erreichen Opuwo, tanken voll und fahren auf der Suche nach einer halbwegs vertrauenswürdig aussehenden Werkstatt dann 3 mal die Hauptstraße auf und ab. Bevor wir zu den Epupa Falls starten, wollen wir unbedingt wieder ein zweites Ersatzrad kaufen. Wir versuchen die etwas abseits der Hauptstraße gelegene "Werkstatt" Westtech. Der urige Chef mit imposantem Schnauzbart teilt uns gleich mit, das unserer Reifentyp 205/16 hier nur sehr schwer zu bekommen ist. Er will gucken was er machen kann und verschwindet wieder in seiner Halle. Nach 10 Minuten kommt er wieder und schickt uns zu "Yellow Page Tyre Repair". Die hätten 2 gebrauchte Reifen für 95 und 200 N$. Zwischenzeitlich hat er also freundlicherweise herumtelefoniert. Sehr nett. Verdient keinen Cent an uns und ist trotzdem so hilfsbereit. "Yellow Page Tyre Repair" hatten wir vorher schon von der Straße aus gesehen. Eine gelbe Wellblechhütte, mit vielen davor herumlungernden Schwarzen. Hätten wir ängstlicherweise eher nicht präferiert. Also zum Reifenkauf in die Wellblechhütte. Ich sehe keinen Unterschied zwischen den Reifen für 95 und 200 N$, fühle mich aber besser, wenn ich den Teureren nehme. Das Profil ist bei beiden nicht mehr der Rede wert,
aber die werden schon wissen, warum der eine teurer ist... Die Montage ist im Preis schon inklusive und dauert ca. 15 Minuten. Ich bin gespannt, wie denn hier ausgewuchtet wird, aber da wird das Rad schon Richtung Auto gerollt. OK, Auswuchten fällt aus. Im Supermarkt suche ich noch nach sympathisch aussehendem Grillfleisch. Erfolglos. Vor, hinter und neben mir an der Kasse stehen Himbafrauen. Barbusig. Irgendwie surreal. Wir verlassen Opuwo Richtung Epupa Falls. An der Straße stehen viele bettelnde Himbas. Gerade fahren wir an an einer Gruppe Himbas vorbei und es macht Piiffffffff. Normalerweise geben hier die Himbas eine Vorstellung und werden von Touristen begafft. Heute also mal Rollentausch. 11 Himbas (3 Frauen und 8 Kinder) stehen um uns herum und schauen sich interessiert unseren Reifenwechsel an. Wir sind mittlerweile sehr routiniert. Unser gerade in Opuwo gekaufter Reifen kommt zum Einsatz. Wir verteilen noch Vollkornkekse, ein paar Namibiadollar und 5 KG Maismehl. Mit "Sugar" hätten wir mehr Begeisterung geerntet. Wohlwissend das die Himbas keine Zahnbürsten kennen, hatten wir das vorher aber extra nicht gekauft.
Reifenschaden No. 3. Wo? Natürlich wie immer hinten rechts.
Reifenschaden No. 3. Wo? Natürlich wie immer hinten rechts. (2 Kommentare)
Ohne Foto mit Himba-Baby im Arm dürfen wir nicht weiterfahren...
Ohne Foto mit Himba-Baby im Arm dürfen wir nicht weiterfahren...
 
Gegen 16 Uhr sind wir an den Epupa Falls. Das dortige Community-Camp braucht dringend eine Marketingberatung. Am Tor steht zwar "Welcome". Aber es ist zu und mit Stacheldraht umwickelt. Niemand zu sehen. Alles andere als einladend. Resultat: Niemand campt da. Wir wählen das direkt daneben liegende privat betrieben Omarunga Camp. Das ist ziemlich voll, aber wir bekommen noch eine Campsite direkt am Ufer des Kunene Flusses.
Der Fluss ist etwa 50 Meter breit. Auf dem gegenüberliegenden Ufer liegt ein großes Krokodil. Wir inspizieren sicherheitshalber unsere Uferseite genauer: Die sieht nicht gerade unüberwindbar für ein Krokodil aus? Egal. Auf zu den Wasserfällen. Die sehen ganz nett aus. Aber war das wirklich 4 Stunden Anfahrt wert?
Epupa Falls Community Camp. Welcome? Really?
Epupa Falls Community Camp. Welcome? Really?
Omarunga Camp, Campen direkt am Kunene (Grenzfluss zu Angola)
Omarunga Camp, Campen direkt am Kunene (Grenzfluss zu Angola) (1 Kommentar)
Krokodil auf der anderen Uferseite des Kunene
Krokodil auf der anderen Uferseite des Kunene
Das Schild erscheint uns angebracht..
Das Schild erscheint uns angebracht.. (1 Kommentar)
Epupa-Fälle am Nachmittag. Was ist das eigentlich für ein Schatten über mir???
Epupa-Fälle am Nachmittag. Was ist das eigentlich für ein Schatten über mir??? (1 Kommentar)
Flussabwärts...
Flussabwärts...
Wir bauen das Zelt auf, ordern bei Andrew das Menüessen für den Abend und gehen duschen. Die Freiluftsanitäranlagen unter Palmen haben einen gewissen Spassfaktor. Ich gucke auf den Fluss: Komisch, wo sind denn die Felsenbänke hin, die vorhin aus dem Wasser guckten? Ich realisiere, dass der Wasserstand erheblich gestiegen ist. Offensichtlich wird flussaufwärts am Wasserkraftwerk an den Ruacana-Fällen mehr Wasser den Kunene herunter geschickt.
Das Krokodil käme jetzt noch leichter heraus... Wir gehen noch mal zu den Wasserfällen und diese sind nun richtig beeindruckend und unheimlich schön. Überall schießt Wasser herunter. Was für ein Anblick. Was für ein Getöse. Die Anreise hat sich absolut gelohnt.
Der Sanitärtrakt des Omarunga-Camps
Der Sanitärtrakt des Omarunga-Camps
Toilettentür. Die Querlatte - falls das nicht klar war.
Toilettentür. Die Querlatte - falls das nicht klar war.
Wer hat jetzt ein Plumpsklo erwartet?
Wer hat jetzt ein Plumpsklo erwartet?
Epupa-Fälle am Abend - in jedem Fall die Anreise wert
Epupa-Fälle am Abend - in jedem Fall die Anreise wert
Lapa des Omarunga Camps
Lapa des Omarunga Camps
Der Kunene am morgen. Ganz friedlich und ruhig.
Der Kunene am morgen. Ganz friedlich und ruhig.
 

Omarunga Camp, Epupa Falls

Campsites sehr schön am Fluß gelegen, aber recht klein bzw. dicht beieinander. Wasseranschluß vorhanden, kein Licht und keine Steckdose. Freiluftsanitäreinrichtungen sind ausreichend sauber und ein Erlebnis für sich. Restaurant/Lapa sehr schön (nur Menü, kein a la carte). Persönliche Atmosphäre. Betreiber Andrew hat mit seiner verschmitzten, britisch-steifen Art einen hohen Unterhaltungswert. Preis-/Leistungsnote 1.
http://www.natron.net/omarunga-camp/
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